Zusammenwachsen – zusammen wachsen
Lebensraum Eichsfeld
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Zusammenwachsen – zusammen wachsen
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ISBN: 978-3-00-020621-4
Autor: Hans Georg Näder, Rüdiger Herzog und Rainer Nolze
Herausgeber: Prof. Hans Georg Näder Verlag - Verlagsauslieferung: Mecke Druck und Verlag, Duderstadt
Bibliogr. Daten: Format: 23 x 32 cm, 80 Seiten, Bindeart: Festeinband, erschienen: Duderstadt 2008
Weitere Infos: Bd. 4 der Reihe „Lebensraum Eichsfeld", 33 schwarz/weiß- und 56 Farbabbildungen
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Zu diesem Titel:

Alle bisher erschienen Titel des Prof. Hans Georg Näder Verlages im Überblick

Zusammen gewachsen - das Eichsfeld als Modell-Region

4. Band in der Reihe „Lebensraum Eichsfeld"

Sind 20 Jahre eine lange Zeit? Auch dieser Frage geht der neue Band „Zusammenwachsen - zusammen wachsen" nach, den Professor Hans Georg Näder in seiner Reihe „Lebensraum Eichsfeld" herausgibt. Das Buch ist ein Einstieg in das Jahr 2009 mit dem 20. Jahrestag der Grenzöffnung, die im Eichsfeld in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 erfolgte.

Die Ausgangslage im thüringischen und im niedersächsischen Teil des Eichsfelds war zwangsläufig in vielerlei Hinsicht so gegensätzlich wie die Lebensbedingungen in DDR und Bundesrepublik. Es gab aber auch eine außergewöhnliche und der Grenze trotzende regionale Identität, die erklärt, warum in diesem Lebensraum nach dem Fall der Mauer besonders schnell gemeinsame konkrete Ziele definiert und intensiv verfolgt wurden. Das Eichsfeld wurde als „grenzenlose Region" zum Modell, etwa bei der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.

Als am 3. Oktober 1990 die deutsche Einheit staatlich vollzogen wurde, war das Eichsfeld längst unterwegs, die historische Chance für ein Zusammenwachsen nach Jahrzehnte langer Teilung zu nutzen. Viele heute selbstverständlich scheinende Kooperationen gehen auf deutsch-deutsche Begegnungen unmittelbar nach der Grenzöffnung zurück und werden in dem Buch an ausgewählten Beispielen beschrieben.

Erstaunlich ist im Rückblick auf die vergangenen beiden Jahrzehnte, dass grundlegende Entwicklungen auf ein Zehn-Punkte-Programm zurückgeführt werden können, auf das sich die Verantwortlichen der Eichsfelder Städte Duderstadt, Heiligenstadt und Worbis bereits im Januar 1990 bei ihrem ersten gemeinsamen offiziellen Treffen in Duderstadt verständigten. Wenn der erste Abschnitt für das Grüne Band entlang des ehemaligen Todesstreifens nun im Eichsfeld realisiert wird, reicht dessen Idee sogar noch vor die Grenzöffnung zurück. Heinz Sielmann filmte Anfang 1989 bei Duderstadt für den Beitrag „Tiere im Schatten der Grenze" und formulierte im Abspann seine Vision von einem Naturschutzgebiet, durchgängig von der Ostsee bis zum Thüringer Wald.

Das Buch ist im Stil der „Lebensraum Eichsfeld"-Reihe hochwertig verarbeitet, reichhaltig bebildert und dokumentiert die Entwicklung einer Region mit heute gleichen Lebensbedingungen in Ost und West. Die Erinnerung an die Ausgangslage und die Härten beim Übergang von der Planwirtschaft der DDR zur sozialen Marktwirtschaft des Westens legt die Antwort nahe, dass dafür 20 Jahre eher keine besonders lange Zeit gewesen sind.

 

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